Draht

Draht als Schmuckelement in der Floristik

Unter Draht versteht man in der Regel ein dünnes, langes und biegsames Metall. Es kann mit der Hand verformt werden. Draht muss nicht immer rund sein, weitere Querschnittsformen zeigen Flach-, oder Vierkantdrähte. Aufgrund der Länge wird Draht oft auf Rollen oder Spulen gewickelt.

Metalle, die zur Herstellung von Drähten häufig zum Einsatz kommen, sind Eisen, Kupfer, Messing, Aluminium, Silber, Gold und Edelstahl

In der Floristik nimmt man selten Stahl-oder Eisendraht. Die Floristen arbeiten sehr gerne mit Aluminiumdraht um Blumengestecke zu binden und zu verschönern. Aludraht gibt es in verschiedenen Farben wie rosa, pink, orange, grün, gold oder silber.

Aludraht lässt sich mit jeder beliebigen Schere bequem auf die gewünschte Länge und Größe zuschneiden. Zu beachten ist nur, dass Alu relativ leicht schmilz, wenn er länger starker Hitze ausgesetzt ist.

Aludraht kann ohne viel Kraftaufwand in eine beliebige Form gebogen werden. Eine schöne Geschenkidee sind Figuren, die aus dem Bindedraht geformt werden können, um diese dann mit Blumen zu schmücken oder mit anderen Materialien zu umwickeln.

Mit Myrtendraht oder auch Bindedraht genannt, können viele Ideen zum Basteln umgesetzt werden. Gerne werden mit diesem Draht Adventskränze mit Tanne umwickelt. Da der Draht sehr dünn ist, fällt er später nicht auf.

Unter Bouillondraht versteht man einen feinen gekräuselten Draht, der ursprünglich für die Herstellung von kostbaren Borten verwendet wurde. Der feine Draht ist ebenfalls in vielen verschiedenen Farben erhältlich und ist sehr biegsam. Die gekräuselte Oberfläche trägt dazu bei, dass der Bouillondraht wie Lichtreflexe erstrahlt.

Dekodraht gibt es ebenfalls in vielen verschiedenen Arten, oft farblich lackiert und auf einer Holzspule. Gerade in der Sommerzeit können mit Dekodraht schöne kleine Schmetterlinge oder Blüten aus Draht in ein Blumengesteck oder einen Blumenstrauß eingearbeitet werden.

Kleine Figuren wie Herzen oder Blumen lassen sich aus Dekodraht formen und mit dekorieren.

Für festliche Anlässe gibt es Dekodraht mit Herzen oder Perlen, die ebenfalls als Deko mit eingearbeitet werden können. Ein schönes Schleifenband dazu und sie haben ein wunderschönes Tischgesteck oder einen tollen Blumenstrauß als Geschenk.

Nylondraht wird gerne zum Fädeln von Perlen als Schmuck oder Dekoration verwendet.

Papierdraht besteht im Kern aus Metall und wird dann mit farbigen Papier fest umwickelt. Ein schöner bunter Draht in vielen Farben wie grün, orange, gelb, rosa, rot oder natur für kleine Bastelliebhaber und Floristen. Einfache Drahtelemente lassen sich mit Papierdraht umwickeln und schön bunt gestalten. Verschenken Sie doch mal ein Drahtgeflecht, entsprungen aus Ihrer Phantasie, das mit buntem Papierdraht umwickelt wurde.

Papierdraht wird auch gerne in der Natur eingesetzt, um Pflanzen zu fixieren. Aufgrund der Papierummantelung werden die Pflanzenstiele nicht beschädigt. Windlichter oder Vasen können mit Papierdraht umwickelt werden und erhalten so einen ganz neuen Pep.


Es gibt unterschiedliche Hilfsmittel aus Drahtwaren zu kaufen:

  • Wickeldraht  - zum Binden von Kränzen z.Bsp. in der Weihnachtsdekoration oder von Trauerkränzen
  • Steckdraht - zum Stabilisieren und Stützen von einzelnen Blumen (Geberadraht)
  • Lackdraht - für Floristische Gestecke jeder Art
  • Bouillondraht - ziehbarer dünner Draht für ganz besonders schöne Floristik
  • Basteldraht silber oder farbig - für Bastelarbeiten aller Art und zu jedem Anlass
  • Aludraht -  in silber, gold, grün, pink, lila, rot ect. für alle Bastelfans und Floristen
  • Papierdraht - bunt und praktisch - schnell lassen sich moderne Sträuße trendig umwickeln
  • Fertige Drahtteile - Spiralen oder Drahträder zum Einarbeiten in Blumengestecke und Tischgestecke
  • Silberglanzdraht und Goldglanzdraht - für die Adventszeit

Schon im 3. Jahrhundert v. Chr. fertigten die Ägypter durch verschiedene Techniken Golddrähte und verarbeiteten sie zu Schmuckstücken weiter. Seit dem 5. Jahrhundert n. Chr. bis zum 14. Jahrhundert war das aus Eisendraht hergestellte Kettenhemd die wichtigste Schutzausrüstung von Kriegern. Tausende von Drahtringen wurden miteinander zu Kettenpanzern verflochten.

Die Ursprünge der deutschen Drahtherstellung liegen in der Stadt Altena, in dem sich heute das Deutsche Drahtmuseum befindet. Im Sauerland waren schon im Mittelalter viele Drahtzieher angesiedelt. Man nutzte dort die Wasserkraft der zahlreichen Bäche, um die Ziehmaschinen anzutreiben, was seit dem 14. Jahrhundert belegt ist. Seit dem 16. Jahrhundert war Altena das Zentrum der deutschen Drahtproduktion.


Draht ist im Alltag überall zu finden

Moderne Architektur sowie Bauleistungen sind ohne Draht nicht denkbar. Drahtseile für den Brückenbau, Seile aus Draht für Stand- und Hochseilbahnen sowie transparente Dachkonstruktionen, wie etwa das Dach des Olympiastadions in München.

Drahtgewebe und Drahtgeflechte finden immer häufiger als Fassadenelemente, Verkleidungen oder Zäune Verwendung.

Metalldrähte aus Kupfer zum Übertragen elektrischer Signale und zum Übertragen von Strom. Straßenbahn-Oberleitungen aus Kupferdraht. Büroklammern sind aus Draht

Draht in unserem Sprachgebrauch:

  • Drahtzieher – eine Person im Hintergrund wie ein Marionettenspieler, der die Fäden zieht.
  • Auf Draht sein – pfiffig sein
  • Drahtig - Körper eines sehr schlanken und kraftvollen Menschen.
  • Drahtlos -  Steuerung und Übertragung per Funk
  • Der heiße Draht (hotline) – eine permanente Fernschreiberverbindung zwischen der Sowjetunion und den Vereinigten Staaten, zur Zeit des Kalten Krieges
  • Nerven wie Drahtseile – nichts kann jmd aus der Ruhe bringen

 


Inhalt drucken